Checklisten & Informationen

Wenn Sie Schädlinge in Ihrem Wohnumfeld feststellen, ist oft guter Rat teuer. Informieren Sie sich, bevor Sie Mittel einsetzen, deren Wirkung schwer einzuschätzen ist. Anhand unserer Checkliste können Sie gezielt etwas tun, um ungebetene Mitbewohner loszuwerden.

Befalls-Checkliste

  1. Befallsort: wo treten die Schädlinge auf, in Wohnräumen, Nebenräumen, im Außenbereich
  2. was ist befallen: Kleidung, Holzbauteile, Möbel, Nahrungsmittel, Wohntextilien, Gebrauchsgegenstände, Spielsachen, Bücher, Haustechnik
  3. Ursachen: wie und wann kann der Schädling eingeschleppt worden sein, wie gelangt er in den Befallsbereich, liegen Defekte an der Haustechnik vor, haben sich die Gewohnheiten geändert, wurde saniert oder vorgerichtet
  4. fangen des Schädlings und feststellen, um welchen Schädling es sich handelt
  5. wenn "Hausmittel" wie gründliche Reinigung der Befallsstellen, Fliegenfänger, Mäusefalle & Co. erfolglos bleiben – professionelle Hilfe holen »

Was Sie selbst tun können

  • die Befallsstellen und die befallenen Gegenstände grundreinigen, offensichtlichen Befall entfernen
  • Eintrittspfade schließen, Risse im Mauerwerk, Rohrdurchführungen verschließen bzw. schützen
  • technische Defekte und bauliche Mängel beheben z. B. an den Sanitäranlagen, Versorgungsleitungen, fehlende Dämmung, Kältebrücken
  • beobachten und dokumentieren des Befalls und seiner Entwicklung
  • gegebenenfalls Gewohnheiten ändern z. B. richtig lüften; regelmäßige Reinigung, Hygiene; keine Lagerung von Nahrungsmitteln und Textilien an schwer zugänglichen, feuchten Stellen; Nahrungsmittel und Tierfutter in Schraubgläsern aufbewahren bzw. nur kurzfristig offen lagern
  • regelmäßige Kontrolle der Befallsstellen

Die Taupunkttabelle gibt an, bei welchen Innenwand-Oberflächentemperaturen Tauwasser in Anhängigkeit von der Raumlufttemperatur und der relativen Luftfeuchte auftritt.

Taupunkttabelle

Der Taupunkt ist die Temperatur in °C, bei der Wasser kondensiert. Mit sinkender Temperatur nimmt die Fähigkeit von Luft und Gasen ab, Wasser zu binden. Deshalb ist der Taupunkt abhängig von Temperatur und Feuchtegehalt der Raumluft, der umgebenden Bauteile und Einrichtungsgegenstände.

Tauwasser (Kondensat) ist in der Luft enthaltene Feuchtigkeit, die sich bei niedrigen Raumtemperaturen auf allen Bauteilen und Einrichtungsgegenstän­den mit einer Temperatur unterhalb der Raumlufttemperatur niederschlägt und wenn an einem Gebäudeteil oder Einrichtungsgegenständen die Sätti­gungsfeuchte, d. h. 100 % relative Luftfeuchte, erreicht ist. Die Flächen fühlen sich mehr oder weniger feucht an.
Ständiger Tauwassereintrag begünstigt das Wachstum von Schimmelpilzen, Schwamm, Algen und Moosen, vor allem an schwer zugänglichen Stellen hinter Schränken, an Rollladenkästen, Fensternischen und undichten bzw. ungedämmten Gebäudeöffnungen. Ein besonderes guter Nährboden ist organisches Material wie Tapeten, Hausstaub, Holz usw.

Verhindern von Tauwasserbildung

  • diffusionsoffene Anstriche und Beschichtungen
  • Einrichtungsgegenstände, Raumtextilien und Bodenbeläge mit sorptionsfähigen Oberflächen verwenden
  • regelmäßige Stoßlüftung
  • vermeiden starker Temperaturschwankungen, die zum Auskühlen der Bauteile und Einrichtungsgegenstände führen
  • Heizkörper und andere Wärmequellen nicht verdecken, Möbel von den Außenwänden abrücken

Richtwerte Behaglichkeit

  • relative Luftfeuchte 45 bis 55 %
  • Raumlufttemperatur 21 bis 22 °C, max. 26 °C
  • Oberflächentemperaturen 18 bis 19°C

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